Buchhaltung Der Liebe

Cowboys von Long Valley Liebesroman - Buch 1

Ist sie die Antwort auf seine Träume... oder die Person, die diese zerstören wird?

Er ist ein Farmer, verdammt, kein Buchhalter

Als Stetson Miller die Farm seines Vaters in Idaho erbt, konzentriert er sich zu sehr auf die Ernte und schenkt der finanziellen Seite der Dinge keine Aufmerksamkeit. Ehe er sich versieht, hat er einen Stapel unbezahlter Rechnungen, die Bank droht mit der Zwangsvollstreckung... und die Prüferin, die gekommen ist, um seine Konten zu kontrollieren, ist die heißeste Frau, die er je gesehen hat.

Aber sie ist ein Stadtmädel, genau wie das letzte, das ihn am Altar stehen gelassen hat. Er wird sein Herz schützen – aber er kann nicht anders, als sie zu wollen

Sie prüft ihn auf mehr als nur eine Art…

Jennifer Kendall macht ein schwerer Job nichts aus, doch der gutaussehende Stetson ist ein Problem anderer Art. Wenn er sie nicht wütend macht, füllt er ihren Kopf mit allen möglichen verbotenen Fantasien.

Die Funken zwischen ihnen fliegen noch schneller, als die Straße geflutet wird und Jennifer gezwungen ist, die Nacht auf der Farm zu verbringen. Aber Leidenschaft alleine wird die Rechnungen nicht bezahlen. Kann Jennifer einen Weg für Stetson finden, die Farm zu retten?

Und wenn nicht, wird er ihr jemals vergeben?

Buchhaltung der Liebe ist der erste Roman in der Reihe der Long Valley Cowboys, wobei jedes Buch der Long Valley Welt eigenständig gelesen werden kann. Er beinhaltet einige Kraftausdrücke und erotische Momente. Viel Spaß!

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**Auszug**

Stetson

Juli, 2016

 

Stetson Miller schaute sich im überladenen Büro seines Vaters um. Also, es war jetzt Stetsons Büro, aber er war sich sicher, dass es sich immer wie das Büro seines Vaters anfühlen würde, bis zum Tag seines eigenen Todes.

Ein Tod wie der seines Vaters.

Stetson schob den Gedanken weg. Sein Büro, das Büro seines Vaters... nichts davon spielte jetzt eine Rolle. Nicht wenn ihm gerade das Büro, das Haus und die ganze verdammte Farm abhandenkommen würde.

Verzweifelt, etwas zu unternehmen, auch wenn es das Falsche war, wandte sich Stetson dem Schreibtisch seines Vaters zu, bereit, Papiere zu sortieren oder aufzuräumen oder irgendetwas zu tun.

Scheiße.

Überall lagen Haufen Papiere - Haufen auf Haufen. Er war sich ziemlich sicher, dass diese Haufen sich vermehrten, sobald er ihnen den Rücken zukehrte. Mit einem schweren Seufzer hob er einen Papierstapel auf und blätterte durch das Chaos. Hmmm. Dies schienen seine Heizkostenrechnungen für den Kuhstall im vergangenen Winter zu sein.

Stetson blickte von den Papieren auf und starrte auf die Schubladenreihen zu seiner Rechten, alle in der spitzen, sauberen Handschrift seines Vaters beschriftet. Auf dem Etikett der Schublade ganz rechts waren die Worte Ausgaben Kühe geschrieben. Das Etikett war nicht ganz so vergilbt, wie die anderen. Nicht ganz so verblasst. Als Stetson die Papiere in die Schublade schieben wollte, bemerkte er ein anderes Etikett, worauf Heizungs- und Kühlungskosten geschrieben stand.

Er hielt inne, seine Augen wanderten zwischen den beiden Schubladen hin und her. Die Quittungen könnten wirklich in beiden abgelegt werden.

Stetson ließ die Papiere auf einen bedenklichen Stapel von Quittungen fallen und murmelte einen Fluch, der seine Mutter in ihrem Grab drehen lassen würde. Er nahm seinen Hut ab, warf ihn in die Ecke und fuhr sich mit den Händen durchs Haar.

Das war doch lächerlich. Die ganze Sache war lächerlich. Seit wann sollte denn ein Farmer Papierkram mögen? Jeder wusste, dass die echte Arbeit auf dem Feld verrichtet wurde, nicht im Büro. Heu buckeln, Zäune bauen, die Kastration von Kühen - ja, das war echte harte Arbeit.

Das Herumschieben von Papieren war eher was für Weicheier. Für Leute, die mit echten Männern nicht mithalten können.

Stetsons Blick fiel auf den Brief in der Mitte des Schreibtisches seines Vaters. Er lag dort allein, sauber, ohne gekritzelte Telefonnummern oder Kaffeeflecken. Er verspottete ihn mit seinem unberührten Zustand, in so starkem Gegensatz zu allem anderen in dem Büro.

Einunddreißig Tage. Die Bank hatte ihm einunddreißig Tage gegeben, um seine Kreditrückstandszahlungen auszugleichen. Er bräuchte den Brief nicht erneut zu lesen, um zu wissen, was drin stand. Jedes Wort war in sein Gehirn geprägt, wie ein Brandeisen auf seinen grauen Zellen.

Und die einunddreißig Tage waren vorbei.

Der Monat war wie im Flug vergangen und Stetson hatte jede seiner Ideen, die im Laufe der Tagen immer ausgefallener wurden, geprüft und wieder verworfen.

Er könnte seinen Truck verkaufen.

Aber welcher Farmer hatte keinen Truck? Wie sollte er Heu, Arbeiter oder Zaunrollen auf die Weide schleppen? Wie sollte er denn die Landwirtschaft betreiben? Und überhaupt, um das Ganze noch schlimmer zu machen, würde der Verkauf seines Trucks das Problem nicht mal lösen. Er würde vielleicht 30.000 Dollar einbringen. An einem guten Tag. Nicht 176.900 Dollar.

Dann kam ihm eine noch schlimmere Idee: Er könnte Wyatt oder Declan um ein Darlehen bitten.

Was natürlich bedeutete, zuzugeben, dass er vom ersten Tag an alles vermasselt hatte. Zuzugeben, dass er kurz davor war, den Familienbetrieb zu verlieren.

Stetson musste seinem ältesten Bruder nicht unbedingt die Wahrheit sagen, um zu wissen, wie Wyatts spöttische Reaktion sein würde, wenn er ihm die Nachricht überbringen würde. Es war die gleiche Reaktion, die Wyatt für fast jede Nachricht, die Stetson zu übermitteln hatte, zeigte - egal ob gut, schlecht oder unwichtig.

Und diese Nachricht war definitiv nicht unwichtig.

Nein, er konnte es seinen Brüdern nicht erzählen. Er konnte nicht zugeben, wie viele Dinge seit dem Tod ihres Vaters bergab gegangen waren. Sie würden ihm nie verzeihen.

Und natürlich war nichts davon seine Schuld. Es war alles die Schuld der verdammten Bank. Sein Vater war kaum begraben und schon kreisten sie wie Geier über ihm und warteten nur auf eine Gelegenheit, um ihn in Stücke zu reißen. Sie könnten einem Kerl wenigstens eine Chance geben, Fuß zu fassen.

Stetson nahm den unbefleckten Brief, auf dem nicht mal ein schmutziger Fingerabdruck zu sehen war, und starrte unaufmerksam auf ihn herab. Dann begann er mit einer Präzision, die einem Chirurgen würdig war, ihn in Streifen zu reißen. In lange, gerade, saubere Streifen.

»Wenn dieses Arschloch von Banker hier ankommt, werde ich ihm mal deutlich meine Meinung sagen!«, brummte Stetson vor sich hin, während er den Brief in kleinere und kleinere Stücke zerriss. Jeder Riss des Papiers war zufriedenstellend präzise. »Ich werde ihm beibringen, kein Arschloch zu sein. Ich werde es ihm mit meinen Fäusten beibringen, diesem Stück Scheiße.«

In dem Moment unterbrach ein Räuspern Stetsons Tirade. Er erstarrte in der Hoffnung, dass, wenn er nur lange genug dort still stehen würde, ihn niemand bemerken würde. Er würde sich in seiner Umgebung auflösen wie eine Cowboy-Version eines Chamäleons und den Zorn seiner Haushälterin vermeiden.

Sie räusperte sich wieder.

Verdammt.

Stetson ließ die Teile des Briefes zu Boden flattern - seine einzige Trotzreaktion, die er vor seiner gewaltigen Haushälterin zu tun wagte - und wandte sich dann zur Tür.

Dort stand Carmelita, ihre Fäuste auf ihre Hüften gepflanzt und mit einem Blick zum Töten. Stetson konnte nur dankbar sein, dass er nicht wirklich getötet wurde.

Hinter seiner feurigen, rundlichen hispanischen Haushälterin stand... eine Frau?

Stetson starrte sie an.

Und sie starrte zurück.

Die Zeit stand still, während Stetsons Verstand versuchte die Informationen, die vor ihm erschienen zu einem Gesamtbild zusammenzufassen. Der verhasste Banker, den er mit seinen Fäusten zu Boden schlagen wollte, war... eine Frau.

»Diese miese Schlange!«, ertönte Stetson und starrte die Bankerin an. »Dieser beschissene Bankdirektor hat eine Frau geschickt, um seine Drecksarbeit zu erledigen? Versteckt er sich hinter Ihrem Rock? Hm? Warum kommt er nicht wie ein echter Mann selbst her und stellt sich mir?«

Carmelitas Gesicht, bereits unglücklich, nahm einen leuchtenden Rotton an, den Stetson nicht mehr gesehen hatte, seit er im Alter von sechs Jahren auf die ach-so-großartige Idee kam, die weißen Laken im Gästezimmer tiefrot einzufärben. Er hatte sie dann als Umhang benutzt, um vom Dach zu springen - er wollte wie Superman fliegen.

Er war sich nicht sicher, was ihm mehr wehgetan hatte: sein gebrochenes Bein oder Opfer dieses starren Blickes zu sein.

»Diese Dame wird sich Ihre Bücher ansehen«, grunzte Carmelita und starrte Stetson in den Boden, was angesichts der Tatsache, dass sie ihren Hals nach oben drehen musste, eine ziemliche Leistung war. Seine rechtschaffene Empörung floss aus ihm heraus wie die Luft aus einem Luftballon mit einem Nadelstich. »Und Sie werden sie wie eine Dame behandeln!«, donnerte sie.

Damit rückte seine Haushälterin zur Seite und ließ die winzige Frau durch. Selbst mit hochhackigen Schuhen reichte die Bankerin kaum an Stetsons Schulter.

»Hallo«, sagte die Frau und streckte ihm die Hand entgegen. »Ich heiße Jennifer...« Sie hörte abrupt auf, stellte Stetson mit Stolz fest. Wahrscheinlich, weil er ihre Hand mit dem Respekt betrachtete, den er einem verrottenden Fisch geben würde.

Gut.

Vielleicht konnte er der Bankerin keine runterhauen und vielleicht konnte er ihr nicht in seinen erwählten Worten mitteilen, was er von ihrem Beruf hielt - Farmen von hart arbeitenden vollblütigen Amerikanern zu stehlen - also tat er das nächstbeste: Er wies sie in ihre Schranken.

»Ich weiß, wer Sie sind und warum Sie hier sind«, sagte Stetson rundheraus. »Lassen Sie uns einige Dinge klarstellen. Erstens, Sie übernachten nicht hier. Wir sind keine Pension; Sie können ein Zimmer in der Stadt buchen. Zweitens ist das hier mein Zuhause, und ich lasse es nicht zu, dass«, er winkte mit seiner Hand in die Luft, »diese Bankleute einfach so einmarschieren. Sie können das Büro und die Toilette benutzen. Der Rest des Hauses und des Hofes ist verbotenes Gebiet.«

Jetzt lief er wirklich warm und genoss es, dieser Frau mitzuteilen was Sache war, »Drittens bezahle ich nicht für das Privileg, dass mir meine Farm gestohlen wird. Wenn Sie telefonieren müssen, tun Sie es auf eigene Kosten. Benutzen Sie Ihr eigenes verdammtes Telefon, nicht meins. Viertens, Carmelita bereitet jeden Tag Mittagessen um zwölf. Weil ich ein guter Gastgeber bin, werden Sie ein Butterbrot und ein Glas Wasser bekommen. Mehr nicht. Und zum Schluss, Sie fangen jeden Tag um 8 Uhr an und um 17 Uhr verschwinden Sie. Keine Ausnahmen.«

Tief einatmend verschränkte er seine Arme und blickte sie an. Verdammt, es fühlte sich gut an, die Bank herumzukommandieren. Es war an der Zeit, dass denen mit gleicher Münze heimgezahlt wurde.

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