Gefängnis der Liebe

Cowboys von Long Valley Liebesroman – Buch 3

Er ist ein Kämpfer, kein Liebhaber…

Vor zwei Jahren verlor Wyatt Miller durch einen betrunkenen Fahrer seine Familie. Mit seinem Herz zerbrochen, setzte er langsam die Stücke seines zerschmetterten Lebens wieder zusammen. Die Arbeit auf seiner Tausend-Acker Ranch von morgens bis abends hilft ihm dabei, sein gebrochenes Herz zu vergessen. Als er einen Betrunkenen in einer Nacht davon abhält, hinter das Steuerrad zu steigen, endet er in einem blutigen Kampf… und danach hinter Gittern.

Sie hält Männer in Schach, aber hat ein weiches Herz…

Abby Connelly nimmt ihre Arbeit im Long Valley Gefängnis ernst. Sie träumt nicht vom Heiraten, Kindern oder weißen Lattenzäunen. Sie will nur ihren Job erledigen und die einzige Familie, die sie noch hat, ihren Vater, zufriedenstellen. Aber in dem Moment, in dem der raue und verwundete Wyatt Miller Fuß in ihr Gefängnis setzt, merkt Abby, dass ihr Herz wohl gerade eine Planänderung vorsieht…

Aber Kleinstädte haben es an sich, einen großen Groll im Gedächtnis zu behalten. Wyatt und Abby haben einen schweren Kampf vor sich, um das böse Blut zwischen der Familie Miller und den Connellys zu überwinden.

Erlösung ist nie einfach …

~*~

Verhaftet durch Liebe ist der dritte Roman in der Reihe der Long Valley Cowboys, wobei jedes Buch der Long Valley Welt eigenständig gelesen werden kann. Er beinhaltet einige Kraftausdrücke und erotische Momente. Viel Spaß!

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**Auszug**

Wyatt Miller schlenderte abends um 23.30 Uhr im Mr. Petrol's den Gang mit Snacks entlang. Es gab nichts Besseres, als nach einem Abendessen in den Gängen eines Mini-Marktes zu suchen. Zählten Zwiebelringe und Beef Jerky zu einer ausgewogenen Ernährung? Die Zwiebelringe könnten als sein Gemüse und das Beef Jerky als sein Protein dienen.

Er zog eine Grimasse. Es gab Tage, an denen das Leben in einer Kleinstadt wirklich beschissen war, wie zum Beispiel, wenn Lebensmittelgeschäfte stolz darauf waren, "bis spät geöffnet" zu haben. Spät in einer Kleinstadt bedeutete bis neun Uhr abends.

Er nahm eine Tüte Lay's Chips mit dem Salz- und Essiggeschmack aus dem Regal.

Schau mal her, noch mehr Gemüse.

Er war sich nicht sicher, ob eine Ernährungsberaterin das gutheißen würde, aber andererseits gab es in diesem Mini-Markt fast nichts, was eine Ernährungsberaterin gutheißen würde. Er sollte eigentlich einfach nach Franklin fahren und dort einkaufen gehen, aber das war 30 Minuten entfernt, und er hatte einfach keine Lust dazu. Nachdem er gestorben war, sollte auf seinem Grabstein geschrieben sein: »Er war zu faul, um nach Franklin zu fahren, deswegen ist er an einem Herzinfarkt durch Junkfood vom Mr. Petrol‘s gestorben.«

In diesem Moment hielt draußen ein Fahrzeug an. Na ja, "anhalten" klingt, als hätte der Fahrer Kontrolle über seine Handlungen, aber Wyatt sah, wie der Jeep gerade rechtzeitig vor dem Geschäft anhielt. Er vergaß dadurch die Tüte Chips in seinen Händen völlig. Fast wäre er durch das Schaufenster des Mini-Marktes gefahren.

Ach du Scheiße!

Er erkannte den Jeep. Es gab im Tal nur einen orangefarbenen Tarnjeep.

Die Fahrertür schwang auf und Richard stolzierte heraus. Wyatt war sich nicht sicher, ob Richard stolzierte, weil er möglicherweise so arrogant und von sich selbst eingenommen oder weil er betrunken war. Beides wäre durchaus möglich.

Wyatt erinnerte sich daran, ein- und auszuatmen. Und dann noch einmal. Er konnte nicht so reagieren, wie er wollte - Richard ins Gesicht schlagen - also musste er einfach ruhig bleiben. Das würde ihm sowieso jeder empfehlen.

Er wusste das. Es musste sich nur daran erinnern. Und dementsprechend handeln.

Egal wie gut es sich anfühlen würde, Richard eine runterzuhauen.

Richard stolperte in den Laden hinein und Wyatt konnte von zwei Gängen weiter die Alkoholfahne riechen.

Er war also betrunken.

Richard schaffte es zum Bierkasten, ohne dabei ein Kopfregal zu zerstören, was ein kleines Wunder war, und schnappte sich ein 24er-Pack Budweiser.

Ein 24er-Pack? Wirklich? Wenn du schon so besoffen bist?

Wyatt fiel es wieder schwer zu atmen und er merkte, dass er die Tüte Chips in seinen Händen zu einem winzigen Ball zerdrückt hatte, wobei die Chips aus der geplatzten Tüte auf den Boden gefallen waren. Richard schien das Geräusch jedoch nicht zu bemerken, denn er schwang das 24er-Pack auf die Theke und zahlte einige Momente später mit seiner Debitkarte.

Einatmen, ausatmen.

Wyatt hoffte, dass der Kassierer ihn gleich aufhalten würde. Sicherlich würde er erkennen, dass es eine wirklich schreckliche Idee war, Richard zu diesem Zeitpunkt mehr Bier zu verkaufen.

Oder?

Richard nahm sein Bier und stolperte auf die Tür zu.

Der Kassierer hielt ihn nicht auf. Wyatt spürte, wie die Wut in ihm hochkochte.

»Warum hast du ihm das Bier verkauft?!« Die Worte platzten wie Kanonenfeuer aus Wyatt heraus. Er konnte nicht anders, als diese Frage zu stellen, genauso wenig wie er nicht in der Lage gewesen war, zu atmen.

»Alter weißt du, wer das ist?«, reagierte der Kassierer mit einem Schulterzucken.

»Natürlich weiß ich, wer das ist«, antwortete Wyatt.

»Nun, meine Bewährungszeit ist fast vorbei. Nur noch einen Monat und ich bin raus aus dem System. Da werde ich doch den Sohn des Richters nicht anpissen.«

Das war es. Wyatt warf die zerknüllte Tüte Chips auf den Boden und rannte zur Tür. Er würde nicht tatenlos zusehen, wie Richard jemandem das Leben nahm, weil er zufällig genetisches Material mit dem einzigen Richter in der Stadt teilte. Ganz sicher nicht.

Er stürmte zur Eingangstür des Mr. Petrol‘s hinaus. Richard hatte es endlich geschafft, seinen Schlüssel in die Zündung zu bekommen und ihn umzudrehen. Wyatt schnappte den Türgriff und riss sie auf.

»Was willste, Killer?«, lallte Richard und schaute Wyatt mit trüben Augen an.

»Hallo Kumpel. Schön dich wiederzusehen.« Wyatt holte aus und platzierte seine Faust direkt auf Dicks Nase.

Die Reise nach Long Valley fängt in 2022 an.

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